Wohl fast jedem, der mit LOGA elstern will, ist es schon passiert: Eine der zu übertragenen Dateien ist fehlerhaft und LOGA quittiert dies mit dem berüchtigten Returncode 12.
Mit Überlegung zum Ziel
Viele versuchen ihr Glück in einem solchen Falle über die Hotline des Herstellers; meist kommt man aber mit ein wenig Überlegung schneller selbst zum Ziel.
Ein Blick in die Protokolldatei Error.txt entlarvt zwar rasch die fehlerhafte XML-Datei, der eigentliche Fehler ist damit aber noch nicht gefunden. Immerhin können wir der Error.txt aber entnehmen, an welcher Stelle innerhalb der XML-Datei sich der Fehler befindet.
Versuchen Sie nun die widerspenstige XML-Datei mit dem in Windows enthaltenen Editor zu öffnen, werden Sie allerdings schnell ernüchtert feststellen, dass Sie damit meist nicht weiterkommen. Wie bitteschön sollen Sie dort beispielsweise Column 2629 finden? Und bei einer Datei mit mehreren Hundert Personalfällen gestaltet sich eine zeilenweise Durchsicht auf Fehler wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Suchen wie die Profis
Ein spezieller Editor muss her. Und zwar einer, mit dem sich unsere Datei auch im sogenannten HEX-Modus anzeigen lässt.
Vielfach wird hierzu UltraEdit empfohlen. Es handelt sich hierbei in der Tat um ein leistungsfähiges Programm. Allerdings muss dieses Programm nach einer kurzen Testzeit kostenpflichtig registriert werden.
Gut und gratis
Doch es geht auch günstiger. Eine sehr leistungsfähige Alternative steht mit dem Text Editor PSPad zur Verfügung. Im Gegensatz zu Ultra Edit handelt es sich bei PSPad um Freeware, für die auch beim dauerhaften Gebrauch keine Kosten anfallen. PSPad stammt aus der Tschechei, kommt jedoch mit einer multilingualen Benutzeroberfläche daher und stellt sich beim ersten Aufruf selbsttätig auf eine deutsche Sprachführung ein.
Wie Sie mit PSPad arbeiten, werde ich Ihnen nachstehend beschreiben. Doch zunächst sollten Sie sich das Programm aus dem Internet besorgen.
Download und Installation
PSPad können Sie direkt von der PSPad-Homepage der Entwickler downloaden.
Speichern Sie die Setupdatei temporär auf der Festplatte. Eine komfortable Installationsroutine sorgt dafür, dass Sie das Programm anschließend durch Doppelklick auf die Setupdatei in einem Verzeichnis Ihrer Wahl installieren können. Dem Fehler auf der Spur
Sie haben PSPad erfolgreich installiert? Fein, dann kann es losgehen...
Starten Sie PSPad und klicken Sie im Menü auf Öffnen. In der sich öffnenden Dialogbox suchen Sie Ihre fehlerhafte XML-Datei und klicken dann erneut auf Öffnen.
XML-Datei in PSPad öffnen
PSPad zeigt Ihnen jetzt Ihre XML-Datei an.
Das Schöne daran: Oberhalb des angezeigten Dateiinhalts finden Sie ein Lineal, welches die Byteposition in 10er-Schritten darstellt. Mit dem unteren Scrollbalken können Sie sich schnell an die fehlerhafte Dateiposition (Column-Nummer) navigieren.
Darstellung der XML-Datei
Ein anderer Weg zum Ziel
Oder Sie klicken mit der rechten Maustaste auf die gelb unterlegte Anzeige Ihrer XML-Datei und wählen im sich dann öffnenden Kontextmenü Hexadezimal Anzeige.
Wenn Sie dann im Menü auf Suchen -> Gehe zu... klicken, können Sie im Eingabefeld n Bytes die aus der Fehlerdatei bekannte Column-Nr. eintippen.
Column-Nr. eintippen
Bestätigen Sie mit OK und der Curser springt an die Fehlerstelle. Über Ansicht -> Hexadezimal Anzeige deaktivieren Sie die Hexadezimale Anzeige wieder und kehren in den normalen Anzeigemodus zurück. Auch in diesem Falle zeigt der Curser auf die fehlerhafte Stelle der Datei.
Hier hatte LOGA ein Problem mit einer Steueranmeldung, bei der keine Steuern im Anmeldezeitraum anfielen.
In unserer Beispieldatei fehlen die für die Lohnsteueranmeldung zwingend erforderlichen Kennziffern. Nach der Elster-Schnittstellenbeschreibung sind bei einer Lohnsteueranmeldung zwingend die Kz83, ggf mit 0,00, und die Kz86 anzuliefern.
Wenn Sie einen Blick auf die Datei werfen, werden Sie feststellen, dass zwar Kennziffer 86, nicht aber Kennziffer 83 gemeldet wird.